Aktuelle Corona-Regeln

Die aktuellen Regelungen allgemeiner Art, für die jagdliche Ausbildung, für den Betrieb von Schiessstätten sowie die Hundearbeit sind nachfolgend nach bestem Wissen und Gewissen dargestellt: Die neuen Regelungen gelten ab Montag, den 11. Mai 2020.

Erstellt am 12.05.2020

Seit 11-05-2020 gilt eine neue Corona-Verordnung, die weitere Lockerungen auch im jagdlichen Bereich bringt. Die Sache wird damit aber nicht einfacher, weil inzwischen zwar wieder grundsätzlich Einiges möglich ist, aber es nach wir vor Kontaktbeschränkungen und Auflagen gibt, die einen „Normalbetrieb“ einschränken.

Die aktuellen Regelungen allgemeiner Art, für die jagdliche Ausbildung, für den Betrieb von Schiessstätten sowie die Hundearbeit sind nachfolgend nach bestem Wissen und Gewissen dargestellt:

Die aktuelle Corona-VO finden Sie hier:

https://www.baden-wuerttemberg.de/de/service/aktuelle-infos-zu-corona/aktuelle-corona-verordnung-des-landes-baden-wuerttemberg/

1. Grundsätzliche Regelungen

(1) Der Aufenthalt im öffentlichen Raum ist bis zum 5. Juni 2020 nur alleine oder im Kreis der Angehörigen des eigenen sowie eines weiteren Haushalts gestattet. Zu anderen Personen ist im öffentlichen Raum, wo immer möglich, ein Mindestabstand von 1,5 Metern einzuhalten. Personen ab dem vollendeten sechsten Lebensjahr müssen zum Schutz anderer Personen vor einer Verbreitung des SARS-CoV-2-Virus

  • im öffentlichen Personenverkehr, an Bahn- und Bussteigen sowie in Flughafengebäuden und
  • in den Verkaufsräumen von Ladengeschäften und allgemein in Einkaufszentren

eine nicht-medizinische Alltagsmaske oder eine vergleichbare Mund-Nasen-Bedeckung tragen, wenn dies nicht aus medizinischen Gründen oder aus sonstigen zwingenden Gründen unzumutbar ist oder wenn nicht ein anderweitiger mindestens gleichwertiger baulicher Schutz besteht.

(2) Außerhalb des öffentlichen Raums sind Veranstaltungen und sonstige Ansammlungen von jeweils mehr als fünf Personen … bis zum 5. Juni 2020 verboten. Ausgenommen von diesem Verbot sind Veranstaltungen und sonstige Ansammlungen, wenn deren teilnehmende Personen

  • in gerader Linie verwandt sind, wie beispielsweise Eltern, Großeltern, Kinder und Enkelkinder,
  • Geschwister und deren Nachkommen sind oder
  • dem eigenen Haushalt angehören

sowie deren Ehegatten, Lebenspartnerinnen oder Lebenspartner oder Partnerinnen oder Partner; hinzukommen dürfen Personen aus einem weiteren Haushalt. Die Untersagung nach Satz 1 gilt namentlich für Zusammenkünfte in Vereinen, sonstigen Sport- und Freizeiteinrichtungen sowie öffentlichen und privaten Bildungseinrichtungen , es sei denn, es wurden Ausnahmen zugelassen (z.B. jagdliche Ausbildung). 

Für Beschränkung im nicht öffentlichen Raum gibt es keine Beschränkung nach Personenzahl, sondern es kommt darauf an, in welchem Verhältnis die Personen stehen.

Das Treffen „fremder Personen“ ist auf fünf beschränkt, soweit keine Ausnahmen zugelassen sind.

Die Kontaktregelungen gelten vorerst bis zum 5. Juni 2020.

  

2. Jagdliche Ausbildung

Das MLR hat letzte Woche dargelegt, dass die jagdliche Ausbildung unter Auflage wieder möglich sein soll:

Wenn man den schulischen Bereich zugrunde legt, gelten folgende Vorschriften:

1.       es ist ein Abstand von mindestens 1,5 Metern zwischen den Personen einzuhalten; die Gruppengrößen sind hieran auszurichten; von den Vorgaben des Mindestabstands sind nur solche Tätigkeiten ausgenommen, bei denen eine engere körperliche Nähe nicht zu vermeiden ist,

2.       der tägliche Betriebsbeginn, das tägliche Betriebsende und die Pausen sollen insbesondere durch eine zeitliche Staffelung so organisiert werden, dass das Abstandsgebot nach Nummer 1 und eine Trennung von Schülergruppen eingehalten werden können,

3.       die Ausstattung der Einrichtung muss gewährleisten, dass die erforderlichen Hygienemaßnahmen durchgeführt werden können, insbesondere müssen

a) ausreichende Gelegenheiten zum Waschen der Hände bestehen und ausreichend Hygienemittel wie Seife und Einmalhandtücher zur Verfügung stehen; sofern dies nicht gewährleistet ist, müssen Handdesinfektionsmittel zur Verfügung gestellt werden,

b) alle Räume mehrmals täglich für einige Minuten gelüftet werden,

4.       die Reinigung der Einrichtung muss täglich erfolgen, Handkontaktflächen müssen regelmäßig, nach Möglichkeit mehrmals täglich, mit einem tensidhaltigen Reinigungsmittel gereinigt werden.

 

Für die praktische Ausbildung im Revier gilt:

Das „Revier“ ist öffentlicher Raum, deshalb gelten laut MLR dort die in der Corona-Verordnung vorgesehenen Regelungen:

Im öffentlichen Raum dürfen Sie auch mit den Personen eines weiteren Hausstands unterwegs sein. So können Sie sich mit einer weiteren Familie oder den Bewohnerinnen und Bewohnern eines weiteren Haushalts im öffentlichen Raum treffen.

Im öffentlichen Raum dürfen Personen aus zwei verschiedenen Haushalten zusammenkommen, ohne den Mindestabstand von 1,5 Meter einhalten zu müssen.

 

Das heißt: Praktische Ausbildung ist nur für zwei nicht-verwandte oder im Hausstand lebende Personen zulässig.

 

Schießausbildung:

Nach der Corona-Verordnung gelten für ab dem 11. Mai wieder geöffnete Sportstätten, dazu gehören nach dem Schreiben des MLR von letzter Woche auch Schiessstätten.

Für die jagdliche Ausbildung dürfen alle Stände genutzt werden, für die "Allgemeinheit" nur "offene Anlagen", also Wurfscheibenstände, bis geklärt ist, ob teilüberdachte Kugelstände auch als „offen“ gelten.  Für alle gelten folgende Auflagen: 

 

1.       Während der gesamten Trainings- und Übungseinheiten muss ein Abstand von mindestens eineinhalb Metern zwischen sämtlichen anwesenden Personen durchgängig eingehalten werden; ein Training von Sport- und Spielsituationen, in denen ein direkter körperlicher Kontakt erforderlich oder möglich ist, ist untersagt.

2.       Trainings- und Übungseinheiten dürfen ausschließlich individuell oder in Gruppen von maximal fünf Personen erfolgen; bei größeren Trainingsflächen wie etwa Fußballfeldern, Golfplätzen oder Leichtathletikanlagen ist jeweils eine Trainings- und Übungsgruppe von maximal fünf Personen pro Trainingsfläche von 1000 Quadratmetern zulässig.

3.       Die benutzten Sport- und Trainingsgeräte müssen nach der Benutzung sorgfältig gereinigt und desinfiziert werden (d.h. Fremd-bzw. Leihwaffen, eigene nicht).

4.       Kontakte außerhalb der Trainings- und Übungszeiten sind auf ein Mindestmaß zu beschränken, dabei ist die Einhaltung eines Sicherheitsabstands von mindestens eineinhalb Metern zu gewährleisten; falls Toiletten die Einhaltung dieses Sicherheitsabstands nicht zulassen, sind sie zeitlich versetzt zu betreten und zu verlassen.

5.       Die Sportlerinnen und Sportler müssen sich bereits außerhalb der Sportanlage umziehen; Umkleiden und Sanitätsräume, insbesondere Duschräume, bleiben mit Ausnahme der Toiletten geschlossen.

6.       In den Toiletten ist ein Hinweis auf gründliches Händewaschen anzubringen; es ist darauf zu achten, dass ausreichend Hygienemittel wie Seife und Einmalhandtücher zu Verfügung stehen; sofern diese nicht gewährleistet sind, müssen Handdesinfektionsmittel zur Verfügung gestellt werden;

Für jede Trainings- und Übungsmaßnahme ist eine verantwortliche Person zu benennen, die für die Einhaltung der genannten Auflagen verantwortlich ist. Die Namen aller Trainings- bzw. Übungsteilnehmerinnen und -teilnehmer sowie der Name der verantwortlichen Person sind in jedem Einzelfall zu dokumentieren.

3. Freiluft-Sport mit Tieren kann unter Auflagen wieder stattfinden, etwa Reitanlagen und Hundeschulen.

Dabei sind folgende Vorgaben zu beachten:

  1. Während der gesamten Übungseinheiten muss ein Abstand von mindestens eineinhalb Metern zwischen sämtlichen anwesenden Personen durchgängig eingehalten werden. Ein direkter körperlicher Kontakt ist untersagt. 
  2. Im öffentlichen Raum darf nur Einzelunterricht durchgeführt werden.
    Der JGHV ist momentan dabei zu klären, wie die Vorgaben für das Üben in Feld und Wald sind. 
    Sobald Genaueres bekannt ist, werden wie Sie informieren. 
  3. Im nicht-öffentlichen Raum (z.B. eingezäunte Grundstücke, Sportplätze etc.) dürfen die Übungseinheiten dürfen ausschließlich individuell oder in Gruppen von maximal fünf Personenerfolgen. 
    Das bedeutet, dass ein Ausbilder maximal vier Hundeführer und ihre Hunde anleiten darf.
  4. Bei größeren Trainingsflächen ist jeweils eine Übungsgruppe von maximal fünf Personen pro Trainingsfläche von 1000 Quadratmetern zulässig.
    D.h. bei der gedanklichen Aufteilung der Fläche in Quadrate sind mind. 32 Meter Abstand zwischen den 5er Gruppen einzuhalten.
  5. Kontakte außerhalb der Übungszeiten sind auf ein Mindestmaß zu beschränken, dabei ist die Einhaltung eines Sicherheitsabstands von mindestens eineinhalb Metern zu gewährleisten.
  6. Für jede Übungsmaßnahme ist eine verantwortliche Person zu benennen, die für die Einhaltung der genannten Auflagen verantwortlich ist. Die Namen aller Übungsteilnehmerinnen und -teilnehmer sowie der Name der verantwortlichen Person sind in jedem Einzelfall zu dokumentieren. 
  7. Von der Teilnahme am Übungsbetrieb ausgeschlossen sind Personen, die in Kontakt zu einer infizierten Person stehen oder standen, wenn seit dem Kontakt mit einer infizierten Person noch nicht 14 Tage vergangen sind, oder die Symptome eines Atemwegsinfekts oder erhöhte Temperatur aufweisen.

Für alle Bereiche gilt:

Von der Teilnahme am Trainings- und Übungsbetrieb ausgeschlossen sind Personen, die in Kontakt zu einer infizierten Person stehen oder standen, wenn seit dem Kontakt mit einer infizierten Person noch nicht 14 Tage vergangen sind, oder die Symptome eines Atemwegsinfekts oder erhöhte Temperatur aufweisen.

Erstellt am 19.03.2020
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