Mais wird immer häufiger angebaut

„In der Landwirtschaft wird es immer schwieriger“, sagt der Steinheimer Landwirt Steffen Klotz.

Erstellt am 24.04.2019

Denn die zunehmende Trockenheit bekommt dem heimischen Getreide auf Dauer wenig. Stichwort Klimawandel. Vor allem der Winterweizen vertrage die Trockenheit nicht, so Klotz. Es gebe zu wenig Körner und die blieben zudem zu klein, so dass der Erlös ebenfalls sinke. Die Wintergerste stecke die Trockenheit noch besser weg, ebenso der Dinkel, aber der sei für die Landwirtschaft keine echte Alternative mehr. Da er züchterisch nicht bearbeitet sei, bringe er nicht so viel Ertrag, zudem seien die Preise für Dinkel gesunken. „Der Dinkel kann den Weizen nicht ersetzen“, glaubt Klotz. Ebenso wenig Urgetreide wie Emmer, da hier die Nachfrage viel zu gering sei. Somit bleibe langfristig nur Mais als Ersatz für Weizen in der Fruchtfolge.

Eberhard Zucker, Vorsitzender des Bauernverbandes Heilbronn-Ludwigsburg, sieht die Zukunft des Winterweizens nicht ganz so düster. Er vertrage die Trockenheit nicht schlechter als anderes Getreide. Aber auch er glaubt an den Vormarsch von Mais, allerdings aus einem anderen Grund. Die Gefahr gehe von den desolaten Zuckermärkten aus. Bei fehlender Wirtschaftlichkeit werde der Anbau von Zuckerrüben zurückgehen und mehr Mais angebaut werden. Dieser werde in der Milchviehhaltung oder in Biogasanlagen eingesetzt. Maisstärke wird als Bindemittel verwendet, außerdem werden daraus kompostierbares Essgeschirr oder Verpackungen hergestellt.

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Erstellt am 24.04.2019
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