Wildkochkurs des Hegering Langes Feld

Der Weg von erlegtem Wild zu einem delikaten Wildgericht ist aufwändig und erfordert durchgängig Expertenwissen und Erfahrung.

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Angefangen bei der Hege und Pflege des Wildes im Revier, das saubere Ansprechen und Erlegen, das fachgerechte Aufbrechen und Versorgen, die Wildreifung, aus der Decke schlagen bzw. abschwarten, zerwirken, küchenfertiges putzen und portionieren des Wildbrets, sowie die Verarbeitung zur Wurst, Schinken oder einem leckeren Wildgericht.

 

Da man als Jäger nie auslernt, trafen sich Mitte September gut ein Dutzend Jägerinnen und Jäger nebst Anhang, zum Wildkochkurs der Kochschule Lange in Ludwigsburg. Das Team der Kochschule empfing uns zur Mittagszeit in ihren Räumlichkeiten, die sowohl ein professionelles Kochequipment, als auch ein sehr gemütliches Ambiente boten. Angespornt durch Profis in unserer Gruppe (Metzgermeister, Profi-Koch sowie zahlreiche ambitionierte Hobby-Köche) wurde sowohl das Team der Kochschule, als auch unsere Gruppe zu ambitionierten Leistungen motiviert - wobei der Spaß und die Zeit für gute Gespräche nicht zu kurz kam.

Sowohl die Küchengrundlagen (Gewürze, Fonds, Gemüse- & Fleisch Vor- und Zubereitung, Garzeiten, Spätzle) als auch ambitionierte Gerichte (Reh-Ravioli, Rehragout, Hirschkalbs¬rücken, Schokotörtchen mit Fruchteis) wurden eifrig und mit Leidenschaft zubereitet. Jeder Gang wurde mit einem passenden Wein begleitet, bevor es wieder frisch ans Werk ging. Beim gut fünfstündigen Kochkurs kamen alle Teilnehmer auf ihre Kosten und konnten den Geschmack der verschiedenen edlen Wildfleisch-Kreationen genießen.

 

Uns Jägern wurde wieder klar: Waidgerechtigkeit hört nicht im Revier auf und wir sollten hochwertigem Wildbret höchste Wertschätzung entgegenbringen. Der Leitsatz des Kurses war dabei: Das ganze Tier verwerten! Ebenfalls eine tolle Erfahrung war das Niedrigtemperaturgaren. Dies ließ unseren Hirschkalbsrücken auf der Zunge zerschmelzen. Der genaue Garpunkt machts aus.

 

Ein wichtiger Hinweis den wir gerne mitnahmen: Lieber weniger, aber dafür hochwertiges Fleisch essen. Also am besten gleich Wild aus der Region! Wir lernten auch die „neuesten“ Superfoods kennen, wie etwa: Zwiebeln, Möhren, Kohlrabi, Birnen – hochwertiges, frisches & regionales Gemüse und Obst sind die wahren Superfoods! Zu jeder Jahreszeit gibt es genau das, was wir auch benötigen vor unserer Haustüre, ohne es um die halbe Welt zu transportieren. Auch das kann man im weiteren Sinne „Waidgerecht“ nennen.

 

HRL Langes Feld